Region
23.01.2023

Jugend-EM-Quali in Griffnähe

Sie gehören zu den besten Schweizer Nachwuchsschwimmer:innen: der Krienser Péter Kopacsi und die Stadtluzernerin Linn Grob. Bild: Marcel Habegger

Sie gehören zu den besten Schweizer Nachwuchsschwimmer:innen: der Krienser Péter Kopacsi und die Stadtluzernerin Linn Grob. Bild: Marcel Habegger

Im Campus Sursee fand am Wochenende der 2. internationale STL-Cup statt – mit dabei zwei der grössten Luzerner Nachwuchs-Schwimmhoffnungen: Péter Kopacsi und Linn Grob. Sie wollen sich im Frühjahr für internationale Wettkämpfe qualifizieren.

Der Aufwand, den die beiden, aber auch ihre Eltern leisten, ist immens. Dienstag und Donnerstag gibt es zwei Trainings­einheiten am Morgen, dazu kommen ­deren sechs am Abend. Da sie mit dem 50-Meter-Becken in Sursee ideale Trainingsbedingungen vorfinden, fahren sie beziehungsweise ihre Eltern jeden Abend fürs Training nach Sursee.

Nach den Schweizer Kurzbahn-Meisterschaften, die sowohl für Péter Kopacsi (16) als auch für Linn Grob (15) zufriedenstellend ­verlaufen sind, gilt der Fokus nun den ­Mitte März stattfindenden Schweizer Langbahn-Meisterschaften. «Da peile ich wie Péter die Limiten für internationale ­Nachwuchsmeisterschaften an», sagt Linn Grob.

Kopacsi und Grob gehören zu den besten Nachwuchsschwimmenden ihrer Jahr­gänge. Er besucht die Sportklasse der ­Kanti Alpenquai, sie die Sportklasse in Kriens, wird aber bald auch an den Alpenquai wechseln. Während Péter seine Trainingseinheit an diesem Abend bereits absolviert hat, steht diejenige von Linn noch an. Linn hat bereits als kleines Mädchen die Schwimmschule ­besucht, Péter hat erst mit 11 Jahren richtig mit Schwimmen begonnen – vier Jahre später gehörte er bereits zu den Besten seines Jahrgangs.

Er wie auch Linn sind beide ziel­strebig, im Training fokussiert – während er dabei auf sich konzentriert ist, findet Linn während der kurzen Pausen immer noch Zeit, um ihren Trainingskolleg:innen etwas zu erzählen. «Ja, sie spricht schon viel», bestätigt Péter lachend. Der Krienser hat noch etwas mehr den Hang zum ­Perfektionismus. «Es ist normal, dass man in diesem Alter möglichst schnell nach vorne kommen will, wenn man spürt, dass auch das nötige Talent vorhanden ist», sagt sein Trainer Grzegorz Szuba. Bei der Intensität der Einheiten muss Péter deshalb auch hin und wieder etwas gebremst ­werden. «Man sieht, dass er das Wasser füllt und viele Qualitäten mitbringt», so Szuba, der neben Sascha Silva als Head-Coach auch die Elite des Vereins seit etwas mehr als einem Jahr trainiert. Im Start­bereich schätzt ihn sein Trainer gar bereits besser ein als Péter Kopacsi sich selbst. «Da hat er sicher schon ein gutes Niveau. Wo er sich noch verbessern muss, ist auf der zweiten Streckenhälfte.» Während Péter Kopacsi ein Crawl- und Delfin-Sprintspezialist ist, gilt Linn Grob als 200-Meter-Brustschwimmerin als ­Mittelstreckenschwimmerin. Auch von ihr schwärmt der Trainer in den höchsten ­Tönen. «Sie hat genetisch sehr gute Voraussetzungen», sagt er. Konkret heisst das: «Die maximale Sauerstoffaufnahme ist bei ihr sehr gut.» Wie Péter strebt sie in diesem Jahr die Qualifikation für die Junioren-Europameisterschaften an. Damit dies ­gelingt, braucht es noch einiges – bei Péter rund eine halbe Sekunde, bei Grob sind es rund vier. «Linn muss beim Start, bei der Unterwasserphase und der Wende noch einen Schritt machen», erklärt Trainer Grzegorz Szuba. «Da verliert sie im ­Vergleich mit der Konkurrenz bereits auf den ersten 15 Metern zu viel Zeit.» Konkret auch schon mal 1,2 Sekunden – bei der Wende ist es in einem ähnlichen Bereich. Bei einem Rennen über 200 Meter mit dem Start und drei Wenden summiert sich dies schliesslich zu den rund 4 Sekunden, die ihr für die ­Qualifikation noch fehlen.

Der Zusammenhalt stimmt

Mit Kopacsi, Grob, Gian Germann und Maayana Wagner haben gleich einige ­Luzerner Athleten:innen im November an den Schweizer Kurzbahn-Meisterschaften die B-Finals erreicht. Mit Manuel Leuthard hat gar einer die ersten beiden Goldmedaillen der Vereinsgeschichte gewonnen. Der ­Basler trainiert halbjährlich in Luzern und Los Angeles. Für den Nachwuchs ist der erfahrene Schwimmer Gold wert. «Es ist enorm motivierend, mit ihm zu trainieren, von ihm kann man sehr viel lernen», freut sich Péter Kopacsi. «Er hat uns auch schon im Krafttraining oder bei der Ernährung Tipps gegeben», ergänzt Linn Grob.

Solid, aber nicht geglänzt

Am STL-Speedo-Cup vom Wochenende war Leuthard allerdings nicht vor Ort, da er aktuell in Los Angeles trainiert. Konkurrenz hatte Péter Kopacsi und auch Linn Grob genügend. Knapp 400 Athlet:innen nahmen am Wettkampf teil, in Anbetracht dessen ,dass am selben Wochenende noch Wettkämpfe in Genf und Winterthur stattfanden, darf der Club mit dieser Zahl zufrieden sein. Linn Grob fand über ihre Paradedisziplin, denn 200 Metern Brust nicht richtig ins Rennen, erreichte aber dennoch den 2. Rang, ebenfalls über die 200 Meter Lagen. Péter Kopacsi ist nach seiner Krankheit über die Festtage noch nicht in der gewünschten Form, schwamm über die 50 und 100 Meter Delfin und Crawl jedoch viermal aufs Podest.

Die nationalen Schweizer Meister­schaften finden dann Mitte März in Genf statt, die Junioren-Europameisterschaften im Sommer in Kroatien, Montenegro und der Türkei.

Marcel Habegger

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