20.06.2022

Mehr Geld für finanzschwache Gemeinden im Kanton

Meggen und Horw (Bild) bezahlen deutlich am meisten. Bild: PD
Die Gemeinde Emmen erhält auf der anderen Seite am meisten Geld. Bild: Pius Amrein / LZ

Meggen und Horw (Bild) bezahlen deutlich am meisten. Bild: PD

Meggen und Horw (Bild) bezahlen deutlich am meisten. Bild: PD
Die Gemeinde Emmen erhält auf der anderen Seite am meisten Geld. Bild: Pius Amrein / LZ

Die Gemeinde Emmen erhält auf der anderen Seite am meisten Geld. Bild: Pius Amrein / LZ

2023 werden im innerkantonalen Finanzausgleich 168,9 Millionen Franken umverteilt. Das sind rund 11,5 Millionen Franken mehr als im Jahr 2022.

Der Kanton und die ressourcenstarken Gebergemeinden finanzieren den Luzerner Finanzausgleich 2023 im Umfang von rund 168,9 Millionen Franken. 116,2 Millionen Franken werden vom Kanton getragen, rund 52,7 Millionen Franken von den ressourcenstarken Gebergemeinden. 

Im Jahr 2022 hat der Kanton Luzern rund 109,7 Millionen Franken geleistet und die Gemeinden etwas mehr als 47,6 Millionen Franken. Im Vergleich zum Vorjahr werden also rund 11,5 Millionen Franken mehr für die Empfängergemeinden in Ressourcen- und Lastenausgleich gesprochen. Damit steigt die Summe der finanziellen Mittel des Finanzausgleichs für das Jahr 2023 um 7,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Ausgleichszahlungen im Luzerner Finanzausgleich setzen sich zusammen aus dem Ressourcenausgleich (112,2 Millionen Franken) und dem Lastenausgleich (56,75 Millionen Franken). Die Dotierung der Lastenausgleichsgefässe wird jährlich der Teuerung angepasst. Die Finanzierung erfolgt ausschliesslich durch den Kanton.

Der Ressourcenausgleich dagegen entwickelt sich gemäss den Unterschieden zwischen den Gemeinden. Total steigt das Ressourcenpotenzial 2023 gegenüber dem Vorjahr kantonsweit um über 47 Millionen Franken. Zurückzuführen ist diese Entwicklung zum grössten Teil auf höhere Erträge der ordentlichen Gemeindesteuer bei mittlerem Steuerfuss sowie auf höhere Grundstückgewinnsteuern. 

Am stärksten nahm das Ressourcenpotenzial der Gemeinde Horw zu. Dies um 12,5 Millionen Franken, gefolgt von der Stadt Luzern mit 9,2 Millionen Franken. Weitere zwei Gemeinden erhöhten ihr Ressourcenpotenzial um mehr als 2 Millionen Franken (Weggis und Meggen). Auch Emmen konnte sein Ressourcenpotenzial um 0,8 Millionen Franken verbessern. Bei 22 Gemeinden ist das Ressourcenpotenzial pro Einwohner/-in rückläufig. Bei 10 dieser Gemeinden nahm das Ressourcenpotenzial zwar zu, aber nicht genügend stark, um den Anstieg der mittleren Wohnbevölkerung zu kompensieren.    

PD

 

Ziele des Finanzausgleichs

  • • Ausgleich der finanziellen Leistungsfähigkeit der Gemeinden im Sinne eines Ausgleichs zwischen den Regionen und zwischen finanzstarken und finanzschwachen Gemeinden. 
  • • Stärkung der Autonomie und Eigenverantwortung der Gemeinden.
  • • Verringerung der Unterschiede der Steuerbelastung, grosser Nutzen für Bürger:innen, unabhängig vom Wohnort gleichen Zugang zu ähnlichen Leistungsangeboten zu haben.