20.06.2022

«Eine beispielhafte Festvorbereitung»

Am Luzerner Fest kam bisher etwa so viel Müll wie an einem Fasnachtstag zusammen. Bild: Philipp Schmidli/«Luzerner Zeitung»

Am Luzerner Fest kam bisher etwa so viel Müll wie an einem Fasnachtstag zusammen. Bild: Philipp Schmidli/«Luzerner Zeitung»

Das Stadtfest Luzern soll nachhaltig sein, nicht nur ökologisch, sondern auch auf finanzieller und sozialer Ebene. Dafür haben die Verantwortlichen ein umfassendes Konzept ausgearbeitet. Der Leiter des Strasseninspektorats verspricht sich einiges davon.

Die Nachhaltigkeit ist eines der Hauptmerkmale, das sich das neue OK auf die Fahne geschrieben hat. Im alten Format wurden am Luzerner Fest jeweils gegen 40 Tonnen Abfall produziert, dazu gab es noch ein Feuerwerk, das die Luft verschmutzte. «Wir wollen vom Umweltgedanken auch einen Teil in das Stadtfest einfliessen lassen», sagt OK-Präsidentin Nicole Reisinger. Dafür haben die Verantwortlichen ein über 30-seitiges Nachhaltigkeitskonzept entworfen. Dieses beinhaltet unter anderem den Anspruch, lokale Produzenten zu berücksichtigen, kurze Anfahrtswege und das Ziel, dass sich das Fest finanziell selbst tragen kann. So spricht das OK denn auch von einer ökologischen, einer finanziellen und einer sozialen Nachhaltigkeit. «Wir werden uns im Bereich der Nachhaltigkeit jährlich Schwerpunkte setzen», verspricht Reisinger. Die soziale Nachhaltigkeit liegt ihr nicht weniger am Herzen. «Das Fest soll für alle Bevölkerungsschichten sein, und es wäre schön, wenn sich an den beiden Tagen auch mal Leute zueinandersetzen würden, die im Alltag wenig miteinander zu tun haben», erhofft sich die OK-Präsidentin. Die soziale Nachhaltigkeit umfasst aber auch die Trennung von Festkosten und Spendengeldern und das Ziel, dass alle Plätze ohne Hindernisse erreichbar sind.

Das Fest soll aber auch nachhaltig wachsen. Damit ist nicht die Dimension, sondern eher die Qualität oder die Vielseitigkeit gemeint. «Es sind schon viele Ideen vorhanden, die vielleicht in einem anderen Jahr Platz finden könnten», so Reisinger. Die Luzernerin denkt dabei etwa an Stadtrundgänge oder die Öffnung von privaten Räumlichkeiten oder Innenhöfen während des Fests.

Dekoration ist wiederverwendbar

Ein Hauptaugenmerk gilt aber natürlich der ökologischen Nachhaltigkeit. In der Gastronomie wird ausschliesslich Mehrweggeschirr oder kompostierbares ­Geschirr verwendet. Um den mitgebrachten Mischabfall und das Littering zu minimieren, stehen am Fest Abfallbehälter mit Trennsystem zur Verfügung – gar die ­Dekoration auf den einzelnen Festplätzen soll wiederverwendet werden. Zudem stammen die Druckerzeugnisse auf Papier von Schweizer Druckereien und aus Recyclingpapier. Der Nachhaltigkeitsgedanke wurde aber auch bei der Suche nach Sponsoren berücksichtigt. So kamen Konzerne, die im Rohstoff- oder Treibstoffhandel tätig sind, als Partner nicht in Frage.

Weniger Personal aufgeboten

Das Team von Thomas Schmid, Leiter Strasseninspektorat der Stadt Luzern, ist sehr dankbar, dass das neue OK der Nachhaltigkeit einen so grossen Stellenwert gibt. Beim alten Konzept ergab sich am Stadtfest jeweils ein Abfallberg zwischen 30 und 40 Tonnen. Dies entspricht etwa dem Abfall eines Fasnachtstages. Aufgrund des neuen Konzepts rechnet Schmid mit deutlich weniger Abfall. Auf eine Zahl will er sich nicht fixieren. «Das sehen wir dann nach dem Stadtfest», meint er. Man könne aber durchaus von einer beispielhaften Festvorbereitung sprechen. Entsprechend hat das Strasseninspektorat für die Reinigung der Stadt nach den Festtagen weniger Personal aufgeboten. «Das Pfandsystem wird helfen, auch ein Recycling und damit die Rückführung von Wertstoffen in die richtigen Kanäle sicherzustellen», sagt er. «Das hilft am Ende nicht nur uns, sondern insbesondere auch der Umwelt.»

Marcel Habegger

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