10.01.2022

Zähes Kapitel findet Abschluss

Das Gesamtbudget für das Bauprojekt «Zukunft Kriens» musste mehrmals aufgestockt werden. Bild: Archiv

Das Gesamtbudget für das Bauprojekt «Zukunft Kriens» musste mehrmals aufgestockt werden. Bild: Archiv

In gut einer Woche legt der Krienser Stadtrat dem Parlament die Bauabrechnung «Zukunft Kriens» vor. Es ist der Abschluss eines düsteren Kapitels der Krienser Regierung.

In der Medienmitteilung, welche die Stadt Kriens zur Abrechnung des Projekts «Zukunft Kriens» vor Weihnachten versandte und auch auf der Krienser Website zu finden ist, versuchte der Stadtrat, das dunkle Kapitel bezüglich der Kosten für das Projekt «Zukunft Kriens» etwas aufzuhellen. 

66,43 Millionen Franken haben das Stadthaus, das Kulturquadrat Schappe, das Feuerwehrgebäude und der Werkhof sowie die Freizeitanlage Langmatt gesamthaft gekostet. «Das sei zwar 1,6 Prozent über dem bewilligten Gesamtkredit – gut eine Million mehr als ursprünglich geplant –, aber doch 354 000 Franken weniger als in der letzten Endkostenprognose erwartet», schreibt der Stadtrat in der Mitteilung. Diese 1,6 Prozent sind aber nicht vom ursprünglich vom Volk bewilligten Betrag gerechnet, sondern vom endgültigen Budget. Die Krienser Bevölkerung hatte im Jahr 2014 lediglich einem Kredit von 61,37 Millionen Franken zugestimmt. Regierung und Parlament haben im Anschluss zweimal im Rahmen ihrer Kompetenzen Sonderkredite gewährt. Letztlich lag das Gesamtbudget bei 65,38 Millionen Franken. Zwischen den vom Volk genehmigten 61,37 Millionen Franken und den letztlich 66,43 Millionen Franken liegen demnach 5 Millionen, nicht lediglich 1 Million: also rund 7 Prozent mehr, nicht lediglich 1,6 Prozent. 

 

Verzicht und Umbuchung

Ursache für die Kostenüberschreitung war vor allem eine fehlende Kostenkontrolle des Finanz- und Immobiliendepartements, so wurde Geld ausgegeben, für das bereits kein Budget mehr vorhanden war. 

Dass sich die Mehrkosten zum Gesamtbudget von 65,38 Millionen lediglich auf 1 Million Franken beschränken, war aufgrund des Verzichts von verschiedenen geplanten Arbeiten im Stadthaus möglich. So wurde beispielsweise auf die Akustik-Trennwände verzichtet und die Kunst am Bau. Zudem wurde die Optimierung des Handyempfangs über ein anderes Budget abgewickelt. Dazu konnten im Zuge der Abschlussarbeiten bei verschiedenen Positionen Kostenoptimierungen vorgenommen werden. 

 

Zu Beginn lief alles nach Plan

Am Anfang war das Projekt «Zukunft Kriens» in Bezug auf das Budget mehr als im Fahrplan. Beim Freizeitpark Langmatt konnte das Budget eingehalten werden, beim neuen Feuerwehrgebäude und beim Werkhof wurde das Budget von 16, 75 Millionen Franken gar um 2 Millionen Franken unterschritten. 

Das Kulturquadrat Schappe kostete mit 12,4 Millionen Franken allerdings 1,38 Millionen mehr als budgetiert, und beim neuen Stadthaus wurden die Kosten um 4,7 Millionen überschritten. 

 

Kehrtwende des Stadtrats

Etwas überraschend nimmt der neue Stadtrat die Ehemaligen ausgerechnet beim Projekt «Zukunft Kriens» in Schutz und lässt die Gesamtrechnung auf den ersten Blick besser aussehen, als sie effektiv ist. In den ersten Monaten nach seinem Amtsantritt hatte der neue Stadtrat mehrmals deutlicher als zwischen den Zeilen Kritik an den früheren Stadträtinnen und Stadträten geübt. Die Finanzen waren auch im Wahlkampf Thema Nummer 1 gewesen.

 

Erni musste sich noch nicht beweisen

Die in Auftrag gegebene Untersuchung, durchgeführt durch Ernst & Young, hatte Mängel organisatorischer und administrativer Art aufgezeigt und dargelegt, dass gerade bei der Kostenkontrolle Verbesserungspotenzial besteht. Welche Lehren der neue Finanzdirektor Roger Erni daraus gezogen hat, wird sich erst beim nächsten grösseren Bauprojekt in Kriens zeigen.

Am 20. Januar unterbreitet der Stadtrat dem Einwohnerrat die Bauabrechnung des Zentrumsprojektes.

Marcel Habegger

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