Schärer Linder

22.06.2021

Planerteam steht fest

Die Baukörper seien gut proportioniert, anerkannte Finanzdirektor Reto Wyss am Montag.
Auch die kurzen Wege waren ein Grund für den Zuschlag.Visualisierungen: Penzel Valier AG

Die Baukörper seien gut proportioniert, anerkannte Finanzdirektor Reto Wyss am Montag.

Die Baukörper seien gut proportioniert, anerkannte Finanzdirektor Reto Wyss am Montag.
Auch die kurzen Wege waren ein Grund für den Zuschlag.Visualisierungen: Penzel Valier AG

Auch die kurzen Wege waren ein Grund für den Zuschlag.Visualisierungen: Penzel Valier AG

Die Erweiterung für die Pädagogische Hochschule und das Departement Technik und Architektur soll ab 2029 bereitstehen. Die Penzel Valier AG aus Zürich hat den Zuschlag erhalten.

Der Luzerner Regierungsrat hat Ende Mai 2021 dem Planerteam Penzel Valier AG den Zuschlag für die Erweiterung und Erneuerung des Hochschulcampus in Horw erteilt. Von anfänglich 18 eingereichten Projekten schafften es vier in die Endrunde. Der Sieger erfüllte die Kriterien wie Konzeption, Architektur, Funktionalität sowie Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit am besten. Dies teilte der Kanton am Freitag an einer Medienkonferenz mit. Das Planerteam aus Zürich habe beispielsweise die bestehenden Grundrisse gut adaptiert und die Nutzungsverteilung in den Geschossen sinnvoll arrangiert. Zudem sieht die Planung eine Nutzungsflexibilität vor, die im Hinblick auf die Zukunft für den Kanton von zentraler Bedeutung ist. 

Finanzdirektor Reto Wyss, zuständig für die kantonalen Hochbauten, sagt: «Es freut mich, dass wir für den Campus Horw, der für die Hochschulbildung in der Zentralschweiz von grosser Bedeutung ist, ein hervorragendes Projekt realisieren dürfen.» Und ergänzt: «Ich begrüsse es sehr, dass die Baukörper gut proportioniert, durchlässig und mit Sicht nach Osten und Westen konzipiert sind. Ebenso gefällt mir im Hinblick auf die Vernetzung der Schulen, dass die Wege kurz sind und die Räume hohe Qualität aufweisen.»

Die Erschliessung zum Areal sei ideal gelöst und dürfte mit dem Park auch Anwohner und Anwohnerinnen anlocken. «Nicht nur betrieblich wurde das Optimum herausgeholt, auch von den Zugängen her gestaltet sich das Areal ideal, wenn man bedenkt, dass ein paar tausend Personen täglich dort ein- und ausgehen werden», so der Finanzdirektor. Ein weiterer wesentlicher Punkt war für die Luzerner Regierung der Aspekt der Nachhaltigkeit, sowohl bei der Erstellung wie auch nachher im Alltag. Die Gebäude sollen wichtige Nachhaltigkeitsziele erreichen und unter anderem den Anforderungen der 2000-Watt-Gesellschaft genügen. Die Wärme- und die Kälteversorgung erfolgen über die Energiequelle Seewasser, der Strom wird zu einem grossen Teil über Fotovoltaikanlagen produziert. 

 

«Ein echter studentischer Campus»

Auch Bildungs- und Kulturdirektor Marcel Schwerzmann ist überzeugt von dem Projekt: «Das Projekt erlaubt es, Synergien optimal zu nutzen. Die praxisorientierte und zukunftsgerichtete Ausbildung und Forschung beider Hochschulen brauchen Seminarräume, Werkstätten, Ateliers und Labors auf dem neusten Stand, die flexibel, digital vernetzt und multifunktional nutzbar sein müssen.» Und: «Für mich als Bildungsdirektor ist es wichtig, dass die Studierenden den Blick auch über die eigenen Lehrbücher hinaus wagen und damit den Horizont in vielleicht bisher unbekannte Gebiete erweitern.» Das gemeinsame Hochschulleben zeige sich, so Schwerzmann, auch in zwei ganz praktischen Bereichen: Die beiden Hochschulen haben künftig eine gemeinsame Bibliothek, eine gemeinsame Mensa und weitere Räume, die von allen genutzt werden können. «Es wird also in vieler Hinsicht nach ein echter studentischer Campus, in dem Lehre und Forschung im Mittelpunkt stehen und der Austausch lebendig und vielfältig sein kann.»

Das grösste je vom Kanton Luzern initiierte Bauprojekt kostet rund 365 Millionen Franken und liegt damit im Rahmen der Kostenschätzung (+/–25 Prozent). Der dafür bewilligte Kredit von 53,5 Millionen Franken wurde in der Oktobersession 2020 vom Luzerner Kantonsrat bewilligt. Abzüglich der Subventionen des Bundes schlägt der Campus in der kantonalen Investitionsrechnung mit rund 32 Millionen Franken zu Buche. 

Das Projekt wurde mit einem Ja-Stimmen-Anteil von knapp 65 Prozent von der Bevölkerung angenommen. Im Jahr 2023 wird die Standortgemeinde Horw über die Teilzonenplanänderung befinden, und ab 2025 startet die Realisierungsplanung. 

PD