Schärer Linder

01.06.2021

«Freie Bahn für Igel und Co.»

Viele Grünräume sind für kleine Fussgänger wie der Igel nicht zugänglich, weil Zäune keine Lücken aufweisen oder Stufen unüberwindbare Hindernisse darstellen. Bild: Sandra Gloor
Gutes Beispiel: Gerade Jungigel brauchen eine Zwischenstufe, um einen normalen Treppenabsatz hochklettern zu können. Bild: Igelzentrum Zürich
Schwimmbecken oder Schächte mit senkrechtem Ufer können zur Igelfalle werden. Eine Ausstiegshilfe kann Abhilfe schaffen. Bild: Igelzentrum Zürich

Viele Grünräume sind für kleine Fussgänger wie der Igel nicht zugänglich, weil Zäune keine Lücken aufweisen oder Stufen unüberwindbare Hindernisse darstellen. Bild: Sandra Gloor

Viele Grünräume sind für kleine Fussgänger wie der Igel nicht zugänglich, weil Zäune keine Lücken aufweisen oder Stufen unüberwindbare Hindernisse darstellen. Bild: Sandra Gloor
Gutes Beispiel: Gerade Jungigel brauchen eine Zwischenstufe, um einen normalen Treppenabsatz hochklettern zu können. Bild: Igelzentrum Zürich
Schwimmbecken oder Schächte mit senkrechtem Ufer können zur Igelfalle werden. Eine Ausstiegshilfe kann Abhilfe schaffen. Bild: Igelzentrum Zürich

Gutes Beispiel: Gerade Jungigel brauchen eine Zwischenstufe, um einen normalen Treppenabsatz hochklettern zu können. Bild: Igelzentrum Zürich

Viele Grünräume sind für kleine Fussgänger wie der Igel nicht zugänglich, weil Zäune keine Lücken aufweisen oder Stufen unüberwindbare Hindernisse darstellen. Bild: Sandra Gloor
Gutes Beispiel: Gerade Jungigel brauchen eine Zwischenstufe, um einen normalen Treppenabsatz hochklettern zu können. Bild: Igelzentrum Zürich
Schwimmbecken oder Schächte mit senkrechtem Ufer können zur Igelfalle werden. Eine Ausstiegshilfe kann Abhilfe schaffen. Bild: Igelzentrum Zürich

Schwimmbecken oder Schächte mit senkrechtem Ufer können zur Igelfalle werden. Eine Ausstiegshilfe kann Abhilfe schaffen. Bild: Igelzentrum Zürich

Das Projekt «StadtWildTiere Luzern» lanciert in diesem Jahr die Kampagne «Freie Bahn für Igel und Co.». Die Vernetzung unserer Gärten für Igel soll verbessert werden. Dazu werden gezielte bauliche Aufwertungsmassnahmen finanziell unterstützt.

«Kehren Sie wenn möglich um»! Das wäre wohl die häufigste Mitteilung, die Igel auf ihrem Weg durch unsere Siedlungsgärten zu hören bekämen, wenn sie ein Navi hätten. Hier ein Zaun, dort ein Treppenabsatz oder eine Mauer, die ihnen den Weg versperren. Grosse Sprünge sind ohnehin nicht die Stärke der Igel. Bereits ein Hindernis mit einer Höhe von 20 Zentimetern ist für sie unüberwindbar. So kann selbst mancher naturnahe Garten für einen Igel zu einem wahren Irrgarten mit zahlreichen Sackgassen und fast endlosen Wegen werden. 

 

Beratung und Unterstützung 

Hier will die aktuelle «StadtWildTiere»-Kampagne «Freie Bahn für Igel & Co.» Abhilfe schaffen. Mit Hilfe der Stadtluzerner Bevölkerung sollen Barrieren verschwinden und neue Korridore für Igel entstehen. Mit einem kostenlosen Beratungs- und Unterstützungsangebot will die Stadt Luzern zusammen mit den weiteren beteiligten Organisationen möglichst viele Interessierte für die Sache der Igel sensibilisieren und zum eigenen Handeln motivieren. Vor Ort erklären die Fachpersonen von «Luzern grünt», wie Gärten wildtierfreundlich gestaltet und Zäune, Mauern, Absätze und Treppen mit einfachen Lösungen für Igel durchlässiger gemacht werden können. Alle wichtigen Informationen zu den Beratungen und finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten finden Interessierte unter www.luzerngruent.ch.

 

Aus dem Blickwinkel eines Igels 

Verschiedene weitere Aktivitäten sind im Rahmen der Kampagne geplant: Zusammen mit Freiwilligen aus der Bevölkerung sollen Durchschlüpfe und Barrieren für Igel kartiert und so die Durchlässigkeit eines vorgegebenen Gebietes untersucht werden. Schulklassen können unter Anleitung von Igel-Expertinnen ihr Schulareal oder das angrenzende Quartier aus dem Blickwinkel eines Igels kennen lernen und sich auf die Suche nach Hindernissen und Durchschlüpfen für Igel machen. Wo möglich soll direkt Abhilfe geschaffen werden. Im Spätsommer ist die Stadtbevölkerung eingeladen, auf einem Abendspaziergang ein Quartier aus Sicht der Igel zu entdecken.

Stephie Burkart, «StadtWildTiere Luzern»

 

Box: «StadtWildTiere Luzern»: Erfolgreiches Engagement von Stadt Luzern, Naturmuseum und verschiedenen NGOs für Igel, Eichhörnchen und Co. 
Die Melde- und Informationsplattform «StadtWildTiere» ist ein schweizweites Projekt. In Luzern bilden die Stadt Luzern, das Naturmuseum, der WWF Luzern, Pro Natura Luzern, die Ornithologische Gesellschaft der Stadt Luzern und BirdLife Luzern eine gemeinsame lokale Trägerschaft. Die Albert Koechlin Stiftung (AKS) unterstützt das Projekt mit einem namhaften finanziellen Beitrag. Im 2020 konnte mit dem Schwerpunktprogramm «Eichhörnchen & Stadtbäume» gezeigt werden, dass der Siedlungsraum teilweise schlecht vernetzt und die Zugänglichkeit für Wildtiere zu den Grünräumen an vielen Orten schwierig ist. www.luzern.stadtwildtiere.ch