Schärer Linder

10.05.2021

Abstimmung im September

Visualisierung der Zimmeregg-Badi: Wegen der vergleichsweise seltenen Nutzung soll das 50-Meter-Becken auf 25 Meter verkleinert werden. Bild: PD

Visualisierung der Zimmeregg-Badi: Wegen der vergleichsweise seltenen Nutzung soll das 50-Meter-Becken auf 25 Meter verkleinert werden. Bild: PD

Der Stadtrat will das Waldschwimmbad Zimmeregg für 14,875 Millionen Franken sanieren. Die Volksabstimmung findet voraussichtlich am 26. September, die Eröffnung in drei Jahren statt.

Das Waldschwimmbad Zimmeregg ist seit mehr als 50 Jahren ein beliebter Treffpunkt für Luzernerinnen, Luzerner und Gäste. Die Infrastruktur der Badeanlage sei aber in einem schlechten baulichen Zustand», erklärte Baudirektorin Manuela Jost am Freitag an einer Pressekonferenz. Undichte Becken und die Schadstoffbelastung im Farbanstrich der Becken haben für Schlagzeilen gesorgt. Die dringendsten Sanierungen wurden im Winter 2014/2015 durchgeführt.

Jetzt will der Stadtrat das Waldschwimmbad Zimmeregg grundlegend sanieren. Ziel ist, den ursprünglichen Charakter zu bewahren. Dem Bauprojekt liegt der Kerngedanke zugrunde, eine Balance zwischen einer attraktiven Familienbadi mit Spiel- und Verweilmöglichkeiten und einer Oase der Ruhe und Erholung zu finden.

 

Kleineres Becken, längere Rutsche

Um den Badebetrieb langfristig zu sichern, sollen die Becken mit Edelstahl ausgekleidet werden. Da das 50-Meter-Schwimmbecken sehr aufwendig und teuer im Betrieb ist und vergleichsweise wenig genutzt wird, wird es zu einem 25-Meter-Schwimmbecken verkleinert. Dadurch kann der Frischwasserverbrauch massiv reduziert werden. Der Sprungturm wird mit einer 5-Meter-Plattform ergänzt. Die meisten Rutschen werden weiterverwendet. Zudem wird eine neue über 80 Meter lange Rutsche erstellt. Das Kinderplanschbecken wird ersetzt und mit neuen Wasserspielen ausgestattet. Der Kinderspielplatz wird erneuert und künftig auch ausserhalb der Hauptsaison zugänglich sein.

Das Bad erhält einen neuen grosszügigen Eingangsbereich mit einem Haupt- und Nebengebäude. Im Hauptgebäude befinden sich künftig die Garderoben, das Büro und der Gastronomiebereich. Zu diesem gehört eine Buvette, die flexibel einsetzbar und auch aussersaisonal für den Getränkeausschank nutzbar ist. Das Nebengebäude bietet ein reduziertes Gastronomieangebot mit gedeckter Terrassenbestuhlung sowie weitere Sanitäranlagen.

Die Sportanlagen auf der grosszügigen Spielwiese gegenüber der Badeanlage werden modernisiert. Den Besucherinnen und Besuchern stehen ein Beachvolleyballfeld, eine Boulebahn, ein Fussballfeld und Tischtennistische sowie Klettermöglichkeiten zur Verfügung. Neue Sitzgelegenheiten mit Grillstellen laden zum Beisammensein ein. Die Spielwiese wird wie auch der Spielplatz ganzjährig zugänglich sein. Kinder und Jugendliche aus dem Quartier haben dem Projektteam ihre Ideen für die künftige Gestaltung der Spielwiese und des Spielplatzes mitgegeben.

 

2023 kein Badebetrieb

Für die Sanierung des Waldschwimmbads Zimmeregg beantragt der Stadtrat einen Sonderkredit von 14,875 Millionen Franken. Die Stimmberechtigten der Stadt Luzern werden voraussichtlich am 26. September 2021 darüber abstimmen. Wird der Kredit bewilligt, wird das Waldschwimmbad von Oktober 2022 bis Mai 2024 saniert. Während der Saison 2023 bleibt das Bad geschlossen. Die Schliessung ist unumgänglich, da ein etappierter Bauablauf finanziell unverhältnismässig und für die Hallenbad Luzern AG betrieblich schwierig umsetzbar wäre.

PD