Schärer Linder

02.11.2020

Neuer Anlauf für Modulkredit

Der neue Holzpavillon soll am selben Standort stehen wie der heutige Pavillon. Für die Eigenstromerzeugung ist eine Fotovoltaikanlage auf dem Flachdach geplant. Bild: Stadt Luzern

Der neue Holzpavillon soll am selben Standort stehen wie der heutige Pavillon. Für die Eigenstromerzeugung ist eine Fotovoltaikanlage auf dem Flachdach geplant. Bild: Stadt Luzern

Das Parlament hatte den Kredit für den Pavillonersatz beim Ruopigen-Schulhaus aus energieeffizienten Gründen abgelehnt. Die neue Variante würde nun 1,6 Millionen Franken mehr kosten.

Um den langfristigen Schulraumbedarf in Littau und Reussbühl zu decken, hat der Stadtrat bereits 2015 unter anderem entschieden, das Primarschulhaus Ruopigen in ein Sekundarschulhaus umzufunktionieren. Die Primarschülerinnen und Primarschüler sind deshalb im Sommer 2020 ins neue Schulhaus Staffeln umgezogen. Geplant ist, dass im Sommer 2021 die Sekundarschülerinnen und Sekundarschüler, die heute im Provisorium Gasshof unterrichtet werden, in die Schulanlage Ruopigen einziehen. Sie wird bis dann für den Sekundarschulunterricht umgerüstet.

Die für den Umbau und die Raumrochaden nötigen Kredite hat der Grosse Stadtrat bereits bewilligt. Gesamthaft steht ein Betrag von 2,975 Millionen Franken zur Verfügung. Nicht bewilligt hat der Grosse Stadtrat im Mai 2020 hingegen den Sonderkredit von 5,585 Millionen Franken für den Ersatz des Pavillons 99. Die Mehrheit des Rates erachtete die Energiebilanz des vorgeschlagenen Basler Occasionsmodulbaus als ungenügend und beauftragte den Stadtrat, ihm schnellstmöglich eine neue Vorlage zu unterbreiten.

Der Stadtrat will nun einen neuen Holzmodulbau kaufen, der den Gebäudestandard 2019 gemäss Energiestadt erfüllt und nach Minergie-A-ECO zertifiziert werden kann. Dazu beantragt er beim Grossen Stadtrat einen Kredit von 7,25 Millionen Franken. Der zweigeschossige Modulbau wird am selben Standort und in derselben Ausrichtung stehen wie der heutige Pavillon 99. Das Raumprogramm und die Ausstattung sind auf einen zeitgemässen Fachunterricht und auf ein attraktives Mittagsangebot ausgelegt. Die Beheizung erfolgt über die vorhandene Fernwärmeversorgung. Für die Eigenstromerzeugung wird die grösstmögliche Fläche an Fotovoltaikmodulen auf dem Flachdach eingeplant. Die Gebäudehülle wird optimal gedämmt, und der sommerliche Wärmeschutz wird eingehalten. Eine Vereinbarung soll zudem sicherstellen, dass ein möglichst hoher Anteil an Luzerner Holz verwendet wird.

 

Zwei von fünf «Luzerner Modulen»

Der Ersatz des Pavillons 99 besteht aus zwei von insgesamt fünf Modulbauten, sogenannten Luzerner Modulen, die, abgestimmt auf die Schulraumplanung, im ganzen Stadtgebiet koordiniert beschafft werden. Die Totalunternehmer-Submissionen für den Ersatz des Pavillons 99 und die weiteren «Luzerner Module» werden im Herbst/Winter 2020 durchgeführt. Die Sonderkredite für die Ausführung der weiteren «Luzerner Module» werden dem Grossen Stadtrat im Frühling 2021 zusammen mit dem Bericht zur langfristigen Schulraumplanung vorgelegt.

 

Bezug im März 2022

Die Verzögerung beim Kauf des Moduls hat auch Auswirkungen auf den Unterricht. Die Schülerinnen und Schüler können zwar wie ursprünglich geplant ab Sommer 2021 im umgebauten Schulhaus unterrichtet werden. Da der Modulbau aber erst im März 2022 bezugsbereit ist, muss der Fachunterricht bis dann im Schulhaus Matt, im Schulhaus Littau Dorf und in Klassenzimmern des Schulhauses Ruopigen durchgeführt werden. Das Mittagsangebot findet vorübergehend in einer Wohnung am Ruopigenring 57 statt, die bis anhin für die Logopädie genutzt wurde.

PD