13.07.2020

Touristen aus Übersee werden erst 2021 erwartet

Die Anzahl Logiernächte bei Gästen aus Amerika ist um 77 Prozent eingebrochen. Bild: PD

Die Anzahl Logiernächte bei Gästen aus Amerika ist um 77 Prozent eingebrochen. Bild: PD

Seit über einem Monat ist das vielfältige Angebot in der Stadt und Region Luzern wieder erlebbar. Aufgrund der Reisebeschränkungen liegt der Fokus diesen Sommer auf dem Schweizer Markt.

Wer hätte gedacht, dass wir einmal Masken im öffentlichen Verkehr tragen müssen?», sagt Martin Bütikofer, Verwaltungsratspräsident Luzern Tourismus. Der Tourismus Luzern boomte in den Jahren 2016 bis 2019. Anfang 2020 kam dann das Virus auch auf die Schweiz zu, und der Lockdown legte jegliche Betriebe still. Seit dem 6. Juni und mit den letzten Lockerungsschritten rund um das Coronavirus dürfen für den Tourismus relevante Anbieter wie Bergbahnen, die Schifffahrt und Freizeiteinrichtungen unter Schutzmassnahmen wieder Gäste empfangen. Die verschiedenen Anbieter im Tourismusbereich befinden sich momentan in unterschiedlichen Lagen. Jedoch wird für alle das Jahr 2020 sehr herausfordernd, und sowohl die Planung wie auch Prognosen sind schwierig einzuschätzen. «Was wir beherrschen in der Schweiz, ist das Krisenmanagement, aber jetzt sind wir in einer Ausnahmesituation», sagt Bütikofer. Vor allem für die Stadt Luzern, die auf den Gruppentourismus ausgerichtet ist, gestaltet sich der Betrieb schwierig. Einerseits aufgrund der Kurzarbeit, andererseits, weil man den Betrieb trotzdem weiter aufrechthalten muss. «Die Gefahr, die ich persönlich sehe, ist, dass sich das Virus bei den Leuten im Kopf ausbreitet und sie dadurch ihr Freizeitverhalten verändern», meint Bütikofer. 

 

Schwerpunkt auf Heimmarkt

Der Fokus für den Sommer will der Tourismus Luzern auf den Heimmarkt und auf die nahen umliegenden Grenzen setzen. Rund 23 Prozent der Gäste in der Stadt Luzern sind normalerweise aus der Schweiz, und etwa 77 Prozent sind internationale Besucher. Nun möchte der Tourismus Luzern vor allem Schweizerinnen und Schweizer nach Luzern locken, auch wenn sie damit nicht die fehlenden Touristen kompensieren können. Von Januar bis Mai 2020 verzeichnet die Stadt Luzern ein Minus von 61 Prozent an Logiernächten im Vergleich zum Vorjahr. Die geringsten Rückgänge verzeichnet der Markt Schweiz mit minus 40 Prozent, Europa verzeichnet minus 60 Prozent, und die Fernmärkte Amerika und Asien, die von den Reiseeinschränkungen am stärksten betroffen sind, verzeichnen minus 77 beziehungsweise minus 72 Prozent. «Wir rechnen erst im Jahr 2021 wieder mit Gästen aus den Fernmärkten Amerika und Asien», sagt Marcel Perren, Direktor Luzern Tourismus. Schweiz Tourismus hat eine Umfrage gemacht und in Erfahrung gebracht, wie die «neue» Gästeansicht aussieht. Vor allem Sicherheit, wenige Menschenansammlungen und Hygiene spielen eine wichtige Rolle für den nächsten Urlaub in der Schweiz.

 

Mit Geschenken nach Luzern locken

Nun hat Luzern Tourismus mit Schweiz Tourismus eine Recovery-Kampagne mit verschiedenen Angeboten gestartet. Die erste, bereits gestartete Phase beinhaltet  den Adventure-Kalender und die Zentralschweizer Gutscheine. Beim Adventure-Kalender kann man bis Ende Juli täglich ein spezielles Angebot oder Erlebnis in der Stadt und der Luzerner Landschaft gewinnen. Mit dem kantonsübergreifenden Projekt des Zentralschweizer Gutscheins lässt sich das gesamte Jahr über die Vielfalt der Region Luzern-Vierwaldstättersee verschenken. Der Gutschein kann bei über 100 Anbietern in der Region eingelöst werden. Ein weiteres Angebot ab September sind die CityCards: 2020 Übernachtungsgäste der Stadt Luzern erhalten eine CityCard im Wert von 50 Franken. Weiter dürfen sich ab Mitte August Hotelgäste im Kanton Luzern über ein Tell-Pass-Geschenk freuen: Bei einer Hotelbuchung für zwei Personen erhalten sie einen Tell-Pass geschenkt.

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