18.01.2021

Nur schwer abzulehnendes Angebot

Beim Preis-Leistungs-Angebot kann kaum ein Konkurrent mithalten. Der Kia Sorento bietet für den verhältnismässig geringen Preis einiges. Bilder: PD
Einzigartig: der Totwinkelwarner.
Der Sorento punktet auch beim Raumangebot und bei der Vielzahl an Assistenzsystemen.

Beim Preis-Leistungs-Angebot kann kaum ein Konkurrent mithalten. Der Kia Sorento bietet für den verhältnismässig geringen Preis einiges. Bilder: PD

Beim Preis-Leistungs-Angebot kann kaum ein Konkurrent mithalten. Der Kia Sorento bietet für den verhältnismässig geringen Preis einiges. Bilder: PD
Einzigartig: der Totwinkelwarner.
Der Sorento punktet auch beim Raumangebot und bei der Vielzahl an Assistenzsystemen.

Einzigartig: der Totwinkelwarner.

Beim Preis-Leistungs-Angebot kann kaum ein Konkurrent mithalten. Der Kia Sorento bietet für den verhältnismässig geringen Preis einiges. Bilder: PD
Einzigartig: der Totwinkelwarner.
Der Sorento punktet auch beim Raumangebot und bei der Vielzahl an Assistenzsystemen.

Der Sorento punktet auch beim Raumangebot und bei der Vielzahl an Assistenzsystemen.

Benötigt man ein grosses SUV mit bis zu sieben Sitzen, gibt es kaum Argumente, die gegen den neuen Kia Sorento sprechen.

Beim Autokauf spielen Emotionen eine grosse Rolle; Design und Vorlieben für bestimmte Autotypen und Marken sind entscheidende Faktoren. Doch: Autokauf ist auch eine rationale Angelegenheit. Schliesslich soll das neue Fahrzeug ein Begleiter für fast alle Lebenslagen sein – und muss nicht zuletzt auch ins Budget passen. 

Der neue Kia Sorento ist da in vielerlei Hinsicht ein Angebot, das man nicht ablehnen kann – ohne dabei nur an die pure Vernunft zu appellieren. 

Denn gerade beim Design hat die nun erschienene Neuauflage einen deutlichen Schritt nach vorne gewagt. Mit seinem grossen Kühlergrill, den scharf gezeichneten LED-Scheinwerfern und den prägnanten Heckleuchten bietet er auf jeden Fall einen stattlichen Auftritt. Ein Angeber ist das koreanische SUV aber keineswegs. Denn der neue Sorento ist, wenn es um Preis/Leistung geht, in seiner Grössenklasse kaum zu schlagen. Der Einstiegspreis liegt bei 49 950 Franken für den Fünfplätzer mit 2,2-Liter-Dieselmotor und Allradantrieb. Die teuerste Version der Ausstattungslinie Style kostet mit Hybridantrieb und sieben Sitzen 64 950 Franken; Aufpreis bezahlt man dann aber lediglich für Farb- und Lederoptionen sowie für das grosse Panorama-Schiebedach. Immer inklusive ist bei Kia eine Werksgarantie über sieben Jahre – einzigartig in der Autowelt und ein grosses Argument für Privatkunden. 

 

Hightech zum Vernunftpreis

Natürlich sind gut 60 000 Franken viel Geld für ein Auto. Doch kriegt man bei kaum einem Konkurrenten so viel Auto für diesen Betrag wie beim neuen Sorento: Das grosse SUV kann fernbedient ein- und ausparken. Bietet belüftete und beheizte Sitze, einen grossen Touchscreen mit moderner Darstellung und einfacher Bedienung sowie digitale Instrumente und ein Head-up-Display. Vor allem aber bietet der geräumige Koreaner eine grosse Auswahl an Sicherheits- und Fahrassistenzsystemen, die es andernorts nur gegen erheblichen Aufpreis gibt: vom Notbremsassistenten über eine Berganfahr- und -abfahrhilfe bis hin zum aktiven Spurhalteassistenten und Radartempomaten für teilautonomes Fahren auf der Autobahn.

Einzigartig ist der Totwinkelwarner: Er warnt nicht nur mit einer Warnleuchte und einem Geräusch, sollte man in 
eine belegte Spur wechseln wollen, sondern nutzt auch Kameras im Seitenspiegel. Beim Blinken wird das Bild im digitalen Tacho eingeblendet, sodass man sich den Blick in den Spiegel eigentlich sparen könnte. 

 

Angenehmer Begleiter

Auch über die komplette Ausstattung und das grosszügige Raumangebot hinaus erweist sich der Sorento im Test als angenehmer Reisebegleiter. Auf den bequem gepolsterten und vielfach einstellbaren Sitzen sitzt es sich auch nach längeren Strecken noch bequem – und die Übersicht aus dem hochbeinigen SUV ist ohnehin gut. 

Zudem gefallen die komfortable Federung und die gute Schallisolierung. So ist vom Motor bei konstanter Fahrt kaum mehr etwas zu hören; beim Beschleunigen ist der 4-Zylinder-Diesel mit 2,2 Litern Hubraum natürlich sofort als solcher erkennbar. Dafür bietet er mit 201 PS und 440 Nm Drehmoment genug Kraft, um das rund 2 Tonnen schwere SUV souverän zu bewegen. Den von Kia angegebenen Verbrauch von 6,8 l/100 km übertrifft der Sorento im Test um 0,7 Liter. Wer richtig sparsam unterwegs sein will, wartet auf die Plug-in-Hybrid-Version, die schon bald auf den Markt kommt: Dank 13,8 kWh Akkukapazität dürften rund 50 Kilometer rein elektrisch möglich sein.

Mit seinen sieben Sitzen, bis zu 2100 Litern Kofferraumvolumen und einer Anhängelast von bis zu 2,5 Tonnen bietet der Kia viel Nutzwert, gemessen an seinem Preis. Ob man das schlussendlich als vernünftig bezeichnen darf oder nicht, hängt einzig davon ab, ob man die Talente des 4,81 Meter langen Wagens auch wirklich nutzt oder ob man das Auto einfach nur «für den Fall der Fälle» kauft.  

Philipp Aeberli