25.04.2022

Vorhang auf für den Mann aus Rauch

Das Luzerner Theater präsentiert am 1. Mai die Premiere «Perelà» vom französischen Komponisten Pascal Dusapin. Bild: PD

Das Luzerner Theater präsentiert am 1. Mai die Premiere «Perelà» vom französischen Komponisten Pascal Dusapin. Bild: PD

Das Luzerner Theater zeigt mit Pascal Dusapins «Perelà» eine Oper mit opulenten Kostümen und aufwendigen Bildern.

Am Anfang und am Ende ist die Bühne leer: Denn Perelà, über 33 Jahre hinweg in einem Rauchabzug entstanden, ist aus Rauch gemacht. Jetzt gelangt er an den Hofstaat von König Torlindao und fasziniert dort mit seiner geheimnisvollen Leichtigkeit; Perelà wird von allen Seiten verehrt, erhält gar den ehrenvollen Auftrag, ein Gesetzbuch auszuarbeiten. Doch plötzlich schlägt die Stimmung um: Als sich sein glühendster Anhänger selbst in Rauch verwandeln will, sich in Brand setzt und dabei ums Leben kommt, wird Perelà angeklagt und verurteilt. Doch Luft lässt sich nun einmal nicht fassen, und so verflüchtigt sich der Mann aus Rauch wieder. 

Die Geschichte von Perelà, dem Mann aus Rauch, basiert auf dem futuristischen Roman des italienischen Autors Aldo Palazzeschi aus dem Jahr 1911. Anhand seines Hauptprotagonisten führt diese Parabel angestammte Gewohnheiten auf radikale Art und Weise ins Absurde und plädiert gleichzeitig für mehr Beweglichkeit im Denken. Der französische Komponist Pascal Dusapin (*1955) greift die ironische Leichtigkeit des Textes in seiner Musik mit atmosphärischen Klangräumen auf, in die aber immer wieder das Irdische mit grellen Tönen hereindrängt. Lydia Steier, Co-Operndirektorin am Luzerner Theater, zeigt nach der gefeierten Eröffnungsproduktion «Staatstheater» mit «Perelà» ihre zweite Inszenierung am Luzerner Theater. Sie folgt Dusapin in das flüchtige Spiel von Materie und Auflösung und kreiert auf der Bühne starke Figuren in opulenten Kostümen und eindrückliche Bilder: ein optisches und musikalisches Spektakel!

«Perelà» feiert am Sonntag, 1. Mai, Premiere auf der Bühne des Luzerner Theaters und ist dort bis zum 12. Juni zu sehen. Weitere Infos und Tickets: luzernertheater.ch.

PD

 

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