03.01.2022

Raffinement à la française

Sarah Verrue, Harfe, und Johanna Dömötör, Flöte, als Gäste. Bild: S. Suarez / privat

Sarah Verrue, Harfe, und Johanna Dömötör, Flöte, als Gäste. Bild: S. Suarez / privat

Mit raffiniert artifizieller französischer Kammermusik starten die Festival Strings Lucerne Chamber Players ins neue Jahr.

Seit dem Sommer 2020 präsentieren sich die Festival Strings Lucerne Chamber Players, die Kammermusikformation von Luzerns weltbekanntem Kammerorchester, in einer eigenen Konzertreihe der Luzerner Öffentlichkeit. «Unterstützt von einer Akustik, der die Beschränkung der Besucherzahl Flügel verlieh, steigerte das Ensemble Schuberts Klangmysterien aber auch zu farbig-orchestraler Weite und trieb sie mit wahren Energieschüben immer weiter. Und wenn die Celli überfallartig kantablen Wohlklang verströmten, musste man sich keiner Träne schämen.» Und: «Jäh ist es wieder da, dieses lustvolle ‹Etwas›. Jenes Knistern, das aus einem Livekonzert plötzlich ein kleines Wunder macht», kommentierte die «Luzerner Zeitung» die bisherigen Konzerte, die während der Pandemie die Konzertbesucher zu einer kleinen Gruppe von Seligen zusammenwachsen liess, die das Live-erlebnis eines Klassikkonzertes im intimen Rahmen des Zeugheersaals nicht missen wollten und sich von Musikern der Festival Strings in deren Bann ziehen liessen.

 

Neujahrskonzert à la française

Das neue Jahr 2022 läuten die Chamber Players mit französischer Kammermusik ein. Raffiniert und ungewöhnlich sind die Werke des Programms am Sonntagnachmittag, dem 9. Januar (Beginn: 17 Uhr), allein schon durch ihre Besetzung: Ein Streichtrio mischt sich unter eine Flöte und eine Harfe! Von Debussy über Roussel, Ibert und Milhaud bis hin zu Jean Françaix erklingen Werke aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, aus einer Zeit grosser Umbrüche in der Auseinandersetzung mit der Tonalität, mit klassischen Formen und herkömmlicher Rhythmik, die in unterschiedlichster Form weitergedacht, weiterentwickelt, ironisch gebrochen oder infrage gestellt wurden. Dies alles mit einer schwebenden Leichtigkeit und Raffiniertheit im Klang, die französischer kaum sein könnte. 

PD

 

Box: Informationen
So., 9. Januar | 17 Uhr | Zeugheersaal im Schweizerhof Luzern 
Festival Strings Lucerne Chamber Players
Erika Schutter | Violine
Sylvia Zucker | Viola
Jonas Iten | Violoncello
Johanna Dömötör | Flöte
Sarah Verrue | Harfe
Werke von D. Milhaud, J. Ibert, 
C. Debussy, J. Françaix und A. Roussel
Tickets: fsl.swiss | karten@fsl.swiss
Telefon 041 420 62 37 (ausserhalb der Büroöffnungszeiten auch mit Combox)

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