Schärer Linder

18.05.2021

Luzerner Theater Spielzeit 21/22

Das Programm 21/22 für das Luzerner Theater steht fest. Bild: Ingo Höhn

Das Programm 21/22 für das Luzerner Theater steht fest. Bild: Ingo Höhn

Das Luzerner Theater geht unter der neuen Intendanz von Ina Karr in der Spielzeit 21/22 «Bis zum Innersten». Das neue Leitungsteam des Luzerner Theaters – Ina Karr (Intendantin), Katja Langenbach (Schauspieldirektorin), Wanda Puvogel (Tanzdirektorin), Lydia Steier und Lars Gebhardt (Operndirektor*innen) stellte heute Vormittag im Rahmen einer digitalen Pressekonferenz seine erste gemeinsame Spielzeit 21/22 am Luzerner Theater vor.

«Bis zum Innersten» steht über der ersten Spielzeit des neuen Teams am Luzerner Theater. Das Motto formuliert die Sehnsucht und das Versprechen, in die Tiefe gehen zu wollen, etwas zu wagen. Existenzielles in Stoffen auszuloten, Figuren und ihren Verwicklungen auf den Grund zu gehen. Besonders vor dem Hintergrund der durch Corona so lange erzwungenen Distanz soll es darum gehen, durch den Abgleich mit fiktiven Erfahrungen und Geschehnissen im nicht realen Raum, Nähe und Wiederbegegnung zu gestalten. Der Theateranfang der neuen Intendanz steht im Zeichen der Berührung: mit kraftvollen Geschichten, aktuellen Fragen, poetischen Bildern, die Herz und Hirn ansprechen und den Menschen in seiner Widersprüchlichkeit in den Blick nehmen.

Ina Karr, Intendantin: «Gemeinsam mit meinem Team freue ich mich darauf, nach den langen Monaten der Vorbereitung und der Distanz, hier in Luzern einen Kreativraum Theater zu gestalten. Die Reibungsenergie und grossen Potenziale eines Mehrspartenhauses zu nutzen, ein selbstbewusstes, vielstimmiges Ensemble zu versammeln, mit zeitgenössischen Autor*innen und Komponist*innen Stoffe zusammen zu erarbeiten, Stoffe auf ihre Bedeutung für uns heute zu befragen, einen kraftvollen Schwerpunkt auf die Theaterarbeit mit und für Kinder und Jugendliche zu legen und nicht zuletzt ein nachhaltig wirksames Mentoringprogramm für junge Künstler*innen zu entwickeln – diese Elemente bilden in der Summe das, was wir die Luzerner Dramaturgie nennen. Wir wollen damit das Theater zu einem offenen, gesellschaftlich und ästhetisch relevanten Ort in der Stadt machen.»

Die Elemente, auf die Ina Karr mit ihrem Team setzt, bilden im Zusammenspiel eine Luzerner Dramaturgie, die prägend für die gemeinsame Theaterarbeit sein soll: Da ist vor allem ein starkes, selbstbewusstes Ensemble, das sich aus den einzelnen Ensembles der Sparten zu einer vielstimmigen und meinungsstarken künstlerischen Kraft zusammenfügt. Die Sänger*innen, Schauspieler*innen, Tänzer*innen sind es, die einen Spielplan lebendig machen, der jetzt nur Ankündigung sein kann. Unterschiedliche Theaterschaffende haben sich begeistern lassen, nach Luzern zu kommen oder hier zu bleiben. Sie stehen für die Umsetzung eines Programms, das ein klares Bekenntnis zur Zeitgenossenschaft ablegt. Davon zeugen zahlreiche Uraufführungen und Schweizer Erstaufführungen, davon zeugt die Zusammenarbeit mit Autor*innen und Komponist*innen ebenso wie die grosse Lust am Crossover, die Interaktion mit anderen Künsten, die Überschreitung von Genre- und Spartengrenzen. Als Komplizen der Figuren, als souveräne Interpretierende der Stücke und als Erfinder*innen eigener Geschichten füllen die Persönlichkeiten des Ensembles gemeinsam mit allen anderen kreativen Menschen am Theater das Haus mit Leben. Sie alle haben vor, es zu einem künstlerischen und gesellschaftlichen Mittelpunkt der Stadt und der Region zu machen. Das Luzerner Theater soll ein offener Ort sein. Viele kommunikative Formate und Gesprächsangebote werden dieses Ziel unterstützen. Ein weiterer Schwerpunkt, der allen Beteiligten besonders am Herzen liegt, ist die Theaterarbeit für und mit Kindern und Jugendlichen, die als neue Sparte «Junges Luzerner Theater» intensiviert und ausgebaut werden soll. Das Haus macht sich auf den Weg, ein Ort für ästhetische Vielfalt im Kinder- und Jugendtheater, innovative theaterpädagogische Ideen, künstlerische Teilhabe und professionelle Vernetzung zu werden.

 

OPER

Lars Gebhardt, Operndirektor:
«Wenn wir in der Oper «Bis zum Innersten» vordringen wollen, müssen wir die Ohren öffnen und der Musik folgen. Dann stellen sich diese besonderen Theatermomente her, die wir als Publikum, aber auch als Theatermacher*innen suchen. Wir haben uns dafür mit Künstler*innen verabredet, die mit ihren Handschriften den Opernspielplan mitschreiben werden.»

Lydia Steier, Operndirektorin und Regisseurin: «Ich freue mich auf Luzern – die Stadt, die Menschen, die Künstler*innen. Ich freue mich auf ein Theater, dass uns den Blick «ins Innerste» ermöglicht, bei dem wir auch das Äussere nicht vernachlässigen. Meine Arbeiten sind gerne opulent – dekorativ sind sie dabei jedoch nie. Es gibt immer eine Direktheit, eine Ehrlichkeit und den kritischen Blick ins Epizentrum durch den metaphorischen Spiegel.»

Mit der Schweizer Erstaufführung von Mauricio Kagels «Staatstheater» wird am 5. September die erste Spielzeit unter der Intendanz von Ina Karr eröffnet. Die Produktion veranschaulicht die Ideen und Schwerpunkte der Luzerner Dramaturgie: alle möglichen Theaterformen und Sparten sind an diesem Abend beteiligt. Kagels instrumentales und in den 70ern revolutionäres Theater wird in Lydia Steiers Inszenierung mit satter Theaterästhetik und vielen Zitaten angefüttert. Das Luzerner Theater setzt damit die Reihe der Koproduktionen mit dem LUCERNER FESTIVAL fort und vertieft diese Zusammenarbeit noch: Erstmals sind Musiker*innen des Lucerne Festival Contemporary Orchestra in eine Produktion eingebunden und übernehmen szenisch-musikalische Aufgaben.

Die Ensemblemitglieder stehen im Opernspielplan im Zentrum. Sie präsentieren sich in den drei grossen Opernproduktion auf der Bühne, punktuell durch Gäste und Nachwuchssänger*innen der Hochschule unterstützt. Als Auftakt im Oktober 2021 hat sich das Luzerner Theater für die Ensemble-Oper schlechthin entschieden: «Le nozze di Figaro». Regisseur Gerard Jones wird in dieser Komödie voller Tiefe vor allem die Gegensätze herausarbeiten: Gelangweilte Adelswelt versus getriebenes Angestelltentum, abgeklärte Liebe vs. aufkeimende Erotik, Slapstick vs. herzergreifende Ehrlichkeit. Im Januar 2022 wird mit Giuseppe Verdis «Macbeth» endlich wieder eine Oper mit voll besetztem und verstärktem Opernchor gespielt. Regisseur Wolfgang Nägele und Ausstatter Valentin Köhler, der als 

Szenograf und Leiter des Reflektor-Programms dem Luzerner Theater eng verbunden sein wird, entwerfen eine Welt, die auch den zwischen (Alb-)Traum und Realität schwankenden Hexen gerecht wird. Den Abschluss der Opernsaison macht Pascal Dusapins «Perelà», eine weitere Schweizer Erstaufführung. Operndirektorin Lydia Steier erarbeitet ihre 2015 für das Staatstheater Mainz entstandene Inszenierung, die für den Theaterpreis FAUST nominiert war, neu für Luzern.

Auch jenseits der Hauptbühne nehmen Zeitgenössische Musik und Opern mit starken Geschichten das Publikum mit auf die Reise «Bis zum Innersten»: Die chinesisch- amerikanische Künstlerin Du Yun wird die erste «Komponistin in Residence» am Luzerner Theater sein. In ihrem Doppelabend «A Cockroach’s Tarantella / Zolle» wird sie selbst als Erzählerin auf der Bühne stehen.

Mit «The Rape of Lucretia» beginnt das Luzerner Theater eine Reihe von Inszenierungen, die mit Mitteln des Films arbeiten. In jeder Spielzeit lädt das Luzerner Theater Film- und Videomacher*innen ein, ihre erzählerischen Techniken auf die Oper anzuwenden. Die in Luzern geborene Schweizer Filmemacherin und Regisseurin Sarah Derendinger macht mit Brittens erster Kammeroper aus dem Jahr 1946 den Anfang. Das spartenübergreifende und gemeinsame Nachdenken ist dem neuen Leitungsteam sehr wichtig: In einer Auseinandersetzung mit Georg Friedrich Händels frühem Oratorium «Il Trionfo del Tempo e del Disinganno» geht die Regisseurin Anna-Sophie Mahler diesen Weg weiter. Zwei Sänger*innen, zwei Schauspieler*innen und das Barockensemble Il profondo aus Basel entwickeln einen dokumentarischen Musiktheaterabend, der über die Schönheit nachdenkt. Den Ensemblemitgliedern ganz nah kann das Publikum im Eröffnungskonzert «Attaco!» begegnen - gemeinsam mit dem Luzerner Sinfonieorchester geht das Ensemble des Luzerner Theaters auf eine musikalische Reise durch die Spielzeit. Und in Liederabenden oder im Nachtschicht-Programm im neuen, alten UG können sich Sänger*innen von ganz anderen Seiten präsentieren: individuell, abseitig und «Bis zum Innersten».

 

JUNGES LUZERNER THEATER

Das Luzerner Theater bietet mit den Künstler*innen aus Oper, Schauspiel und Tanz in dieser neuen Sparte Theater für junges und jüngstes Publikum an. Die Leiterinnen des Figurentheaters, Sibylle Grüter und Jacqueline Surer, laden in der kommenden Spielzeit mit «Flow» ein sinnliches Objekttheater für das ganz junge Publikum ab zwei Jahren ein. Im Kinder- und Jugendtheater präsentiert das Luzerner Theater zwei mobile Produktionen, die in Kindertagesstätten bzw. Primarschulen gastieren. «Zweieinander» ist ein instrumentales Theater, das von Abgrenzung und Gemeinsamkeiten erzählt. Ohne Worte, nur mit Trompete, Tombak, LKW-Plane und Geräuschen wird spielerisch für und mit Kindern ab 3 Jahren ein Musiktheater erzählt. Und in «Klangtauchen» übernehmen zwei Mitarbeiter*innen der «Luzerner Klangbehörde» eine Schulstunde und gehen gemeinsam mit den Schüler*innen auf Klangsuche. Im Schauspiel richtet sich neben «Maria» (ab 16 Jahre) auch die Produktion von Erich Kästners «Emil und die Detektive» an ein junges Publikum: Die renommierte Schweizer Kinderband Silberbüx, der Regisseur Benno Muheim und nahezu das gesamte Ensemble des Luzerner Theaters laden mit einer eigenen Bühnenfassung zu einer rasanten Räuberjagd mit Live-Musik ein.

Einen speziellen Auftakt bildet «Das Ring-Ding»: Über vier Jahre wird sich die renommierte Kinder- und Jugendtheater Regisseurin Brigitte Dethier durch alle Sparten hindurch mit Richard Wagners Opus magnum auseinandersetzen. In der ersten Spielzeit will sie sich gemeinsam mit Kindern, Jugendlichen und Luzerner*innen Wagners Bild- und Musikwelt annähern.

 

SCHAUSPIEL

Katja Langenbach, Schauspieldirektorin: «Erzählen wollen wir im Schauspiel von uns und unserer Zeit – dies mit heutigem Blick auf archaische, historische Stoffe, aber auch durch die Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Autor*innen und Übersetzer*innen. Die Regisseur*innen und ihre Teams befragen Klassiker auf ihre Gültigkeit heute und suchen nach Ästhetiken, die diese Geschichten nah an uns heranziehen. Auch die Stücke lebender Autor*innen reflektieren mit ihren Themen und ihrer Sprache auf direkte, verspielte und formale Weise die Welt, in der wir leben. Wir beleuchten mit diesen Stücken Inhalte, die unsere Gesellschaft umtreiben und möchten mit dem Publikum dazu in Diskussion treten.»

Das Arbeiten im Ensemble steht auch im Schauspiel an erster Stelle. Dieses soll eine kontinuierliche künstlerische Arbeit und einen intensiven Austausch mit den Luzerner*innen und der Stadt ermöglichen. Das Luzerner Theater will Schauspieler*innentheater machen, das starke Künstler*innen im Schutz eines Ensembles wachsen lässt. Daher stehen viele Ensemblestücke im Programm. Die Regisseurin Heike M. Goetze beschäftigt sich in William Shakespeares Familiendrama «King Lear», das zwar einen Protagonisten im Titel hat, aber auch ein Fest für alle Darsteller*innen ist, mit dem widersprüchlichen Innersten des Menschen an einem Wendepunkt seines Lebens. Die Premiere findet am 30. September statt.

In der sprachstarken Verwechslungskomödie «Amphitryon» Heinrich von Kleists zeigt sich fein ausgearbeitetes schauspielerisches Handwerk. Die junge Regisseurin Elsa Sophie Jach rückt die betrogene Ehefrau Alkmene in den Vordergrund und spiegelt toxisches männliches Verhalten in seiner Komik und Grausamkeit. Ein bitterböses, berührendes Liebesspiel, welches am 2. Juni 2022 am Luzerner Theater Premiere feiert.

Das atmosphärisch dichte Stück «Maria» von Simon Stephens (Schweizer Erstaufführung) rund um eine moderne, starke Marienfigur, die mit allen Mitteln versucht der Einsamkeit des modernen Menschen zu entfliehen, richtet sich an Menschen ab 16 Jahren. Hier zeigt sich die Schauspieldirektorin Katja Langenbach dem Luzerner Publikum erstmals als Regisseurin. Das Innere der Box wird dafür im September 2021 zu einer Landschaft, die sogar aus dem Theaterraum heraus und in die Stadt eindringt. Eine weitere starke Frauenfigur begegnet dem Publikum in der Schweizer Erstaufführung «LIEBE / Eine argumentative Übung». Drei Schauspielerinnen arbeiten sich gemeinsam mit der Regisseurin Antje Schupp an den hochkomischen Wortkaskaden und rasanten Argumentationsketten der israelischen Autorin Sivan Ben Yishai ab. Die Autorin befragt Geschlechterbeziehungen und Rollenklischees in der heutigen Zeit. Der Luzerner Dominik Busch, ab der kommenden Spielzeit auch Mitglied des Dramaturgieteams am Luzerner Theater, wird in dem partizipatorischen Projekt «Der Chor» (Uraufführung) auf einen Amoklauf verweisen, der sich 2001 in Luzern ereignet hat. Er hat mit 

Betroffenen gesprochen und aus diesen Interviews ein Stück entwickelt, das im Februar gemeinsam von Schauspieler*innen und Zeitzeug*innen auf die Bühne des Luzerner Theaters gebracht wird.

Die Schauspielsparte setzt stark auf die Verbindung mit anderen Künsten und versucht unterschiedlichste ästhetische Mittel einzusetzen. Exemplarisch für dieses Vorhaben steht die Produktion «Network», die mit psychologischem Spiel, Musik sowie Ton- und Videokunst zum multimedialen, transdisziplinären Ereignis wird. Die Adaption des mehrfach oskarprämierten, gleichnamigen Films aus dem Jahr 1976 ist hochaktuell und führt die moderne Medienlandschaft in diesem Thriller auf atemberaubende Weise vor.

 

TANZ

Wanda Puvogel, Tanzdirektorin: «Im Tanz haben wir uns ganz bewusst für Kontinuität im Ensemble entschieden: es bleibt weitestgehend dasselbe wie in der laufenden Spielzeit, der sonst oft übliche grosse Austausch beim Intendanzwechsel findet nicht statt. Die aktuellen Tänzerinnen und Tänzer sind spannende Künstler*innen mit äusserst vielseitigen Biografien. Sie freuen sich darauf, unter dem neuen Ensemblenamen TanzLuzern mit uns allen zusammen in andere Richtungen zu blicken, sich mit einer grossen Bandbreite an Tanzstilen auseinanderzusetzen und die Möglichkeit zu nutzen, weitere Facetten von sich zu zeigen.»

Die grosse Diversität der Tanzszene soll in Luzern erlebbar gemacht werden und nahm starken Einfluss auf die Auswahl der Choreograf*innen der Spielzeit 21/22. Die Vielfalt an Tanzstilen, Herkünften und künstlerischen Hintergründen widerspiegelt sich im gesamten Programm und kann ab 3. Dezember 2021 beispielhaft an der Produktion «From Human to Kind» erfahren werden: Inbal Pinto, eine renommierte Tanzschaffende der israelischen Tanzszene, trifft hier auf den südafrikanischen Choreografen Mthuthuzeli November, mit im Bunde ist ausserdem der Basler Hip-Hopper Muhammed Kaltuk.

Viel Wert wird ausserdem auf ein möglichst ausgeglichenes Verhältnis zwischen choreografierenden Männern und Frauen mit ihren jeweiligen Perspektiven auf die Welt gelegt. Aus diesem Ansatz ist etwa die spannende Zusammenarbeit von Erion Kruja aus Albanien und Yabin Wang aus China für die Produktion «verWANDLUNGEN» entstanden, welche ab 12. März 2022 zu sehen sein wird. Bewusst treffen in der Spielzeit 21/22 erfahrene Künstler*innen auf solche, die am Anfang ihrer Karriere stehen. Dahinter verbirgt sich auch ein Mentoring-Gedanke, von dem alle Seiten profitieren, ein Ansatz, der in den kommenden Spielzeiten noch vertieft werden soll.

Neben Künstler*innen, die meist an bestehenden Theaterinstitutionen arbeiten, werden genauso auch solche der Freien Szene berücksichtigt. Ein Beispiel hierfür ist Laurence Yadi aus Genf, eine Künstlerin, die seit langem in der Schweiz und international erfolgreich ist – aber bisher fast ausschliesslich in der Freien Szene. Das Luzerner Theater konnte sie für die Tanzproduktion «Ineptie» gewinnen und baut aktiv eine Brücke zwischen Institution und Freier Szene. Laurence Yadi zeigt auch, dass sich Tanz in ganz unterschiedlichen Formaten erleben lässt, dass nicht nur Bühnen betanzt, sondern ganze Räume choreografisch gedacht und in Bewegung versetzt werden können. «Ineptie» wird ab 21. Mai in der Box gezeigt.

Wo immer möglich, wird das kreative Arbeiten nicht im Nebeneinander stattfinden, sondern im Austausch. Den Austausch sucht TanzLuzern auch mit den Luzerner*innen, indem die Compagnie Einblicke in ihren Alltag als Tänzer*innen gibt und so wirklich einen Blick «bis zum Innersten» ermöglicht: Wie «funktioniert» Tanz? Wie sieht der Alltag von Tänzerinnen und Tänzern aus? Wie verläuft ihre Karriere?

Die Vernetzung mit anderen Akteur*innen der Region und die Nutzung von Synergien versteht TanzLuzern als Kernaufgabe. Das Gastspiel YOUNG DANCE Festival Zug etwa trägt zum Programm für das Kinder- und Jugendtheater bei und bespielt den öffentlichen Raum. Dies ist der Beginn einer langfristig gedachten Zusammenarbeit. Fortgesetzt wird auch die Zusammenarbeit mit dem Migros-Kulturprozent Tanzfestival Steps. 2022 führt sie zu einem Wiedersehen mit vielen in Luzern vertrauten Gesichtern, wie Cathy Marston, Ihsan Rustem, Caroline Finn und Luca Signoretti.

PD

 

 

Oper

- ab 5. September 2021 Mauricio Kagel: Staatstheater 34 Oper/Schauspiel/Tanz Bühne und Stadtraum

- ab 26. September 2021 Attacco! Bühne

- ab 27. Oktober 2021 Du Yun: A Cockroach’s Tarantella/Zolle Box

- ab 30. Oktober 2021 Wolfgang Amadeus 26 Mozart: Le nozze di Figaro Bühne

- ab 11. Dezember 2021 Georg Friedrich Händel: Il Trionfo del Tempo e del Disinganno Box

- ab 22. Januar 2022 Giuseppe Verdi: Macbeth Bühne

ab 5. März 2022 Das Ring-Ding UG (jung)

ab 19. März 2022 Benjamin Britten: The Rape of Lucretia Luzern

ab 1. Mai 2022 Pascal Dusapin: Perelà Bühne

- Klangtauchen Klassenzimmer (jung)

- Zweieinander mobil (jung)

 

Schauspiel

- ab 11. September 2021 Simon Stephens: Maria Box (jung)

- ab 11. September 2021 Sivan Ben Yishai: LIEBE / Eine argumentative Übung UG

- ab 30. September 2021 William Shakespeare: King Lear Bühne

- ab ab 9. Oktober 2021 Wiederaufnahme Ene-Liis Semper und Tiit Ojasoo: Kunst Bühne

- ab 6. November 2021 Anna Seghers: Transit UG

- ab 17. November 2021 Erich Kästner: Emil und die Detektive Bühne (jung)

- ab 14. Januar 2022 Stefan Zweig: Der Amokläufer UG

- ab 5. Februar 2022 Ödön von Horváth: Zur schönen Aussicht Box

- ab 10. Februar 2022 Dominik Busch: Der Chor Bühne

- ab 1. April 2022 Lee Hall: Network Bühne

- 8./9./10. April 2022 Festival: The future is now Box und UG

- ab 13. Mai 2022 ROTES VELO Kompanie: Die Traummaschine UG

- ab 2. Juni 2022 Heinrich von Kleist: Amphitryon Bühne

 

Tanz

- am 2. Oktober 2021 Gastspiel: Yellow Theaterplatz

- ab 3. Dezember 2021 From Human to Kind Bühne

- ab 12. März 2022 verWANDLUNGEN Bühne

- ab 30. März 2022 Gastspiel: Vicky setzt Segel Box

- am 7. Mai 2022 Gastspiel: 8 Bühne

- ab 21. Mai 2022 Ineptie Box

 

Figurentheater (jung)

- 23./24./27./30./31. Oktober 2021 Piggeldy und Frederick – Eine philosophische Schweinerei (ab 5 Jahren)

- 6./7./10. November 2021 Emma und der Mondmann (ab 6 Jahren)

- 12. November 2021 Cinema in silhouette (ab 16 Jahren)

- 13./14. November 2021 Mr. Shadow (ab 4 Jahren)

- 27./28. November 2021 Wilhelm Kasperli Tell – Eine Heldengeschichte (ab 7 Jahren)

- 15./18./19./22. Dezember 2021 Oje, du Fröhliche! – Ein Krippenspiel aus der Grümpelkiste (ab 5 Jahren)

- 8./9./12. Januar 2022 Die Bremer Stadtmusikanten (ab 5 Jahren)

- 15./16. Januar 2022 Buh! (ab 4 Jahren)

- 26./29./30. Januar und 2. Februar 2022 Armstrong (ab 4 Jahren)

- 9./12. März 2022 Flow (ab 2 Jahren)

- 8./9./10./13. April 2022 Luzern erfinden (ab 5 Jahren)

 

Mehr Informationen zum Programm unter: www.luzernertheater.ch