Schärer Linder

26.10.2020

«Aiola» Stansstad - rosige Aussichten

Ramiz, Melanie, Marco und Toni (von links). Bild: PD

Ramiz, Melanie, Marco und Toni (von links). Bild: PD

Mit sichtlichem Stolz eröffnet mir der Eigentümer des «Aiola», Ramiz Panxha, dass er mir seine Tochter Melanie vorstellen möchte. Ja, sie sei es, die soeben die Lehre als Restaurationsfachfrau im Luzerner «Schweizerhof» mit Erfolg abgeschlossen habe und nun bis im Frühling im Familienbetrieb arbeiten werde. Und der momentane Traum dieser jungen Dame ist es, eines Tages das «Aiola» selbstständig zu führen – Gastgeberin zu sein. Ab dem Spätfrühling wird sich Melanie dazu an der Hotelfachschule Luzern weiterbilden – rosige Aussichten für das «Aiola».

Es ist Mittag, fast alle Stühle sind besetzt. Draussen hält der Herbst Einzug. Der See ist stürmisch. So bleibt die frohe Aussicht auf die Speisekarte, welche seit Jahren bewährt sehr italienisch geprägt ist. 

Schon acht Jahre dirigiert Marco Oliveira sein kleines Küchenorchester. «Die Liebe zum Kochen brachte mir meine Mama bei. Schon als kleiner Junge schaute ich der Mutter andächtig beim Kochen zu. Das hat mich geprägt und motiviert, den Beruf des Kochs zu erlernen. Geschuftet haben wir während der Ausbildung – und gespürt, dass Kochen nicht nur Hand-
werk, sondern auch Kunst ist», ergänzt Marco mit Begeisterung.

Als Betriebsassistent fungiert Toni Schreiber. Seit zwei Jahren managt er mit zackigem Berliner Dialekt das gastgeberische Geschehen. Seine erste Stelle in der Schweiz, im berühmten, inzwischen nach einem verheerenden Brand wieder eröffneten «Schlüssel» in Luzern, prägte seine Begabung, Gäste glücklich zu stimmen – zusammen mit einem eingespielten Team. 

Und mit gut gespitzten Ohren vernahmen wir, dass ein bekannter Nidwaldner Gastronom sein gewähltes Tagesmenü als sehr gut taxierte. Wir schliessen uns an.

Herbert Huber